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RP Coating – Design optischer Vielschichtstrukturen

RP Coating ist eine leistungsfähige Software für das Design verschiedenster optischer Vielschichtstrukturen, z. B.

Das Programm wurde entwickelt von Dr. Rüdiger Paschotta. Bis auf weiteres ist es nicht verkäuflich, aber es erlaubt RP Photonics, für ihre Kunden vielfältige Berechnungen und Optimierungen im Rahmen von Consulting-Projekten durchzuführen, und dies mit recht geringem Zeitaufwand. Dr. Paschotta verfügt über umfangreiche Erfahrung mit dem Design von Vielschichtstrukturen, Interferenzeffekten, Dispersion, etc.

Wichtigste Merkmale

Sie werden kaum eine konkurrierende Software finden, die ähnlich flexibel und praktisch für verschiedenste Fälle einsetzbar ist.

Beispiele für grafische Ausgaben

Die folgenden Grafiken wurde alle mit RP Coating erstellt und illustrieren einige seiner Eigenschaften.

Bragg-Spiegel

Dieses Beispiel zeigt die Eigenschaften eines einfachen Bragg-Spiegels für Reflektion bei Wellenlängen um 1000 nm. Die Gruppendispersion ist auch gezeigt; sie ist gering im größten Teil des Reflexionsbereichs, wird aber groß an den Rändern.

Reflektivität und chromatische Dispersion eines Bragg-Spiegels

Anti-Reflex-Schicht für zwei Wellenlängen

Eine vierschichtige Anti-Reflex-Struktur auf BK7-Glas wurde mit RP Coating optimiert für eine minimale Reflektivität bei 1064 nm und 532 nm. Die dicke schwarze Kurve zeigt das Reflektivitätsspektrum für das nominale Design, während die dünnen grauen Kurven Spektren für zufällige Abweichungen mit 2 % r.m.s. vom Design durch Wachstumsfehler zeigen.

Anti-Reflex-Beschichtung

Doppelt gechirpter dispersiver Spiegel

Dieses Beispiel zeigt die Lösung einer sehr schwierigen Aufgabe, die mit den meisten kommerziell erhältlichen Software-Paketen kaum zu bewältigen wäre. Ein doppelt gechirpter Spiegel wurde entwickelt, um die chromatische Dispersion von 5 mm Quarzglas (gestrichelte Kurve) im Wellenlängenbereich von 1000 nm bis 1200 nm zu kompensieren, wobei ebenfalls eine hohe Reflektivität über diesen Bereich gefordert ist. Um ein solch leistungsfähiges Design innert nützlicher Zeit zu finden, benötigt man einen ausgefeilten Optimierungs-Algorithmus. Mit seiner hohen Flexibilität erlaubt RP Coating die Implementierung einer sehr effizienten Strategie, und zwar auf der Ebene der Skript-Sprache, nicht im Quellkode. Man beginnt hier mit einer groben Optimierung, die nicht auf der Ebene einzelner Dickenwerte arbeitet, sondern basierend auf einer sehr begrenzten Anzahl von Parametern, die über eine Formel die ganze Schichtstruktur bestimmen. In einem zweiten Schritt werden die einzelnen Dickenwerte weiter optimiert, und eine exzellente Performance wird erreicht. Auf einem gewöhnlichen PC benötigt der ganze Prozess höchstens ein paar Minuten, während andere Software dafür oft viele Stunden bräuchte.

doppelt gechirpter Spiegel

Das Diagramm oben zeigt das Reflektivitätsspektrum und die Gruppendispersion, während das untere Diagramm das Eindringen des elektrischen Felds in die Struktur als Funktion der Wellenlänge illustriert. Dies zeigt, dass im Wellenlängenbereich von 1000 bis 1200 nm das Feld umso mehr eindringt, je länger die Wellenlänge ist. Dies ist im Kern die Ursache der anomalen Dispersion.

Eindringen des elektrischen Feldes in einen gechirpten Spiegel

Sättigbarer Halbleiter-Absorber

RP Coating ist ebenfalls nützlich für das Design von sättigbaren Halbleiter-Absorbern (SESAMs). Die folgenden Diagramme gehören zu einem einfachen antiresonanten Design, welches aus einem Bragg-Spiegel und einer Absorberstruktur mit einem einzelnen quantum well besteht, dessen Position im ersten Diagramm von der grauen vertikalen Linie angezeigt wird. Die schwarze Kurve zeigt den Verlauf des Brechnungsindex, woran man den Bragg-Spiegel auf der linken Seite erkennt. An der Stelle des Absorbers hat das elektrische Feld ein lokales Maximum.

Feldverteilung in einem SESAM

Das zweite Diagramm zeigt das Reflektions-Spektrum (in dem die schwache sättigbare Absorption nicht erkennbar ist) und die Feldintensität im Absorber. Dies zeigt, dass ein SESAM mit diesem Design praktisch im gesamten Reflektionsbereich verwendet werden kann.

Reflektionsspektrum eines SESAMs

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© 2008 Dr. R. Paschotta      Letzte Änderung: 2007-08-10